Wie trägt man Herren-Loafer? Unsere Kombinationen für jeden Tag
Ein Loafer wird in zehn Sekunden angezogen, hält den ganzen Tag und sieht dabei besser aus als jeder Sneaker. Genau deshalb landet er so oft im falschen Outfit: weil man ihn aus Bequemlichkeit greift, nicht weil man ihn ausgewählt hat.
Wir verkaufen diese Schuhe jeden Tag, und die Frage, die wir am häufigsten bekommen, lautet nicht „welches Modell?", sondern „wozu ziehe ich das an?". Unten stehen sechs Kombinationen, die wir guten Gewissens empfehlen, jeweils mit dem Modelltyp, der dazu passt. Am Ende finden Sie die drei Fehler, die uns am häufigsten begegnen.
Die Grundregel: erst der Anlass, dann das Modell
Ein Loafer ist kein einzelner Schuh, sondern eine Familie. Der glatte, schlichte Slipper gehört zum Anzug. Der Quasten-Loafer ist der gesellige unter ihnen und verträgt Chino und Jeans. Der Fahrer-Loafer mit den Gumminoppen an der Sohle ist ein Freizeitschuh und bleibt es auch.
Unser Rat, wenn Sie gerade erst anfangen: kaufen Sie zuerst ein Paar in Dunkelbraun. Braun verträgt Jeans, Chino, Grau und Marineblau. Schwarz kann nur Anzug und dunkle Hose, und das merkt man spätestens am zweiten Samstag. In der Auswahl in Braun finden Sie genau dafür die klassischen Modelle.
Sechs Kombinationen, die funktionieren
1. Mit dem Anzug, für Büro und Termine
Hier gilt: je schlichter der Schuh, desto besser. Ein glatter Slipper ohne Schnalle, ohne Quaste, in Schwarz oder Dunkelbraun. Dazu Socken in der Farbe der Hose, nicht der Schuhe. Der nackte Knöchel zum Anzug sieht auf Fotos gut aus und im Konferenzraum nach Urlaub.
Zum marineblauen Anzug empfehlen wir Dunkelbraun statt Schwarz. Das ist der eine Trick, an dem man erkennt, dass jemand über seine Schuhe nachgedacht hat. Die Modelle dafür stehen in den Herren-Loafern aus Leder.
2. Mit Chino, die sichere Bank
Chino in Beige, Khaki oder Marineblau, dazu ein Quasten-Loafer: das ist die Kombination, mit der man nie danebenliegt. Sie funktioniert im Büro ohne Krawatte, beim Essen und am Sonntagnachmittag.
Wichtig ist der Saum. Die Hose soll den Schuh gerade eben berühren, nicht darauf liegen. Wenn sich über dem Schuh zwei Falten stauen, wirkt der ganze Look schwer, egal wie gut der Schuh ist. Einmal beim Änderungsschneider zwei Zentimeter kürzen zu lassen kostet wenig und verändert viel. Unsere Quasten-Loafer für Herren sind genau für diesen Einsatz gemacht, zum Beispiel die atmungsaktiven Leder-Loafer mit Quasten für 84,90 €.
3. Mit Jeans, aber nicht mit jeder
Loafer und Jeans vertragen sich gut, solange die Jeans gerade geschnitten und dunkel ist. Eine helle, ausgewaschene Jeans mit Rissen zieht den Schuh nach unten statt umgekehrt.
Zum Denim raten wir zu Wildleder. Die matte Oberfläche nimmt dem Outfit die Strenge, die glattes Leder zu Jeans mitbringt. Braun, Marineblau oder Grün: in der Wildleder-Auswahl für Herren stehen die Farben, die sich mit Denim vertragen.
4. Im Sommer, mit kurzer Hose
Ja, das geht, und nein, nicht mit jedem Modell. Zur kurzen Hose passt der leichte, weiche Loafer, am besten aus Stoff oder hellem Wildleder. Der schwere Anzugslipper sieht an nackten Beinen verkleidet aus.
Dazu unsichtbare Füßlinge, keine nackte Ferse. Ein Loafer ohne Socken direkt auf der Haut ist nach drei Tagen nicht mehr frisch, und das lässt sich auch nicht mehr auslüften. Zwei Euro für Füßlinge sparen später ein Paar Schuhe. Unsere Sommermodelle sind die leichten Machart.
5. Am Abend, wenn es etwas mehr sein darf
Für ein Essen, eine Einladung, ein Konzert: hier darf der Schuh der auffälligste Teil des Outfits sein. Dunkler Samt, eine Stickerei, eine dezente Schnalle. Der Rest bleibt ruhig, also einfarbige Hose und schlichtes Oberteil.
Wir sehen das oft falsch herum: gemustertes Hemd plus auffälliger Schuh. Einer von beiden muss zurücktreten. Für diesen Einsatz schauen Sie in die Hochzeits- und Anlass-Loafer.
6. Zur Hochzeit oder zum Fest
Der Vorteil des Loafers auf einer Hochzeit ist banal und entscheidend: Sie stehen zwölf Stunden darin und tanzen darin. Ein glatter Loafer in Schwarz oder sehr dunklem Braun erfüllt jede Kleiderordnung und tut abends nicht weh.
Ein Hinweis aus Erfahrung: neue Schuhe nie zum ersten Mal am Tag selbst tragen. Zwei Abende zu Hause eingelaufen, und der Tag verläuft anders.
Die drei Fehler, die wir am häufigsten sehen
Zu groß gekauft. Ein Loafer hat keine Schnürung, die nachjustiert. Er muss beim ersten Anziehen leicht fest sitzen, sonst rutscht die Ferse nach zwei Wochen heraus. Leder und Wildleder geben nach, Kunststoff nicht. Wer zwischen zwei Größen steht, nimmt bei Leder die kleinere und bei Kunststoff die passende.
Weiße Sportsocken. Der Klassiker, und er zerstört jedes Outfit zuverlässig. Entweder unsichtbare Füßlinge oder Socken in der Hosenfarbe.
Ein Paar für alles. Ein einziger schwarzer Loafer muss dann Büro, Wochenende und Hochzeit abdecken und passt nirgends richtig. Zwei Paare, eines in Braun und eines in Schwarz, decken praktisch alles ab. Die gesamte Auswahl finden Sie unter Loafer für Herren.
Was wir Ihnen raten würden
Wenn Sie heute ein Paar aussuchen: Dunkelbraun, glattes Leder, schlicht, ohne Verzierung. Damit kommen Sie an fünf von sieben Tagen durch, und das zweite Paar darf dann spezieller sein. Alles Weitere dazu, wann welcher Schuh passt, steht in unserem Beitrag zu welchem Anlass man Loafer trägt, und wie Sie das gute Paar lange behalten, lesen Sie unter Lederloafer pflegen.